Cabin by the frozen lake - Vivien

Kaum ließ sich die Sonne in diesem Jahr blicken, haben Vivien und ich ganz spontan ein Shooting vereinbart. Natürlich Corona-konform und unter Einhaltung des Mindestabstands. Passend erschien uns der wunderschöne Cecilienhof in Potsdam und an diesem Dienstagnachmittag waren außerdem nur wenige Menschen vor Ort. Großes Glück hatten wir mit den Lichtbedingungen, was für jeden Fotografen essentiell ist, denn die doch recht dichte Wolkendecke wirkte wie eine gigantische Wolkendecke und sorgte für ein weiches wunderbares Licht. Ideale Shootingbedingungen also.




Vivien hatte für diesen Tag das ideale Outfit ausgewählt. Einen anthrazitfarbenen Longpullover, eine schwarze Strumpfhose und schwarze, hochstehende Schuhe. Dazu eine sehr filigrane Brille in goldfarbenem Gestell und üppig aufgedrehte Locken. Alles in allem sehr passend zur Umgebung und damit perfekt für gute Bilder und einen tollen Film.




Für den Tag hatte ich einiges an Equipment dabei, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Zum einen meine Sony A7RIII mit dem Sigma 135mm f1.8. Die Kombination nutze ich mittlerweile fast ausschließlich, vor allem, wenn ich outdoor shoote. Das Sigma macht gestochen scharfe Bilder bei einem traumhaften Bokeh zum freistellen. Auch wenn häufig davon abgeraten wird zu offenblendig zu fotografieren, kann ich es häufig nicht lassen. Außerdem hatte ich nich das Sigma 85mm f1.4 dabei, um den typischen Portraitlook zu erreichen. Ich nutze grundsätzlich keine Filter, weder Polfilter, noch UV-Filter. Letztere halte ich auch für absolut unnötig.




Besonders habe ich mich jedoch auf den Einsatz meiner Mavic Air 2 gefreut. Selbstverständlich habe ich im Vorfeld geprüft, ob ich dort überhaupt fliegen darf. Sofern man nicht die Grenze von 50m Lufthöhe überschreitet, gibt einem die sehr zuverlässige Droniq-App das O.K. Mit einem zusätzlichem ND-Filter der Stärke 8 habe ich zunächst einige B-Rolls aufgenommen. Besonders schön war die Tatsache, dass das Wasser des Heiligen Sees noch halb gefroren war und sich das Licht der Sonne darauf wunderbar gespiegelt hat. Mit den absolut genialen Trackingfunktionen der Mavic Air 2, hat DJI dafür gesorgt, mit relativ einfachen Mitteln fantastische Aufnahmen und Kamerafahrten zu realisieren. Wer den fertigen Film sehen möchte, sollte unbedingt meinen YouTube-Kanal besuchen:

Und zu guter Letzt möchte ich hier noch das Highlight zeigen. Für mich das schönste Bild von diesem Shooting, das ein wenig Timing und Fingerspitzengefühl erforderte, aber ein voller Erfolg wurde. Man lasse das Model ein wenig Laub in die Luft werfen, stellt die Reihenaufnahme der Kamera auf Hi+ und bekommt ein wunderschönes Bild.




Auch wenn heutzutage nahezu jeder eine richtig gute Kamera in Form eines Smartphones in der Tasche hat, so ist das Fotografieren, wenn man es denn richtig machen will, wirklich nicht einfach. Es hängt vor allem von Faktoren ab, die sich manchmal nicht beeinflussen lassen. Ein tolles Model, das auch einen guten Tag erwischt hat, einen ambitionierten Fotografen, der ebenfalls einen guten Tag hat, muss an dieser Stelle eigentlich nicht erwähnt werden, eine interessante Umgebung, aber vor allem gutes Licht. Ich denke, Letzteres ist das Wichtigste. Selbst wenn man dann mal einen weniger guten Tag hat, sind die Chancen auf großartige Bilder trotzdem sehr hoch!

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